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Erwartungen weit übertroffen

KURS-Partnerschaft zwischen Mechernicher Realschule und der Deutschen Mechatronics GmbH offiziell verlängert – Enge Zusammenarbeit auf vielen Gebieten – Ehemalige Schüler in der Ausbildung

Der lebende Beweis für eine gelungene Zusammenarbeit: Patrick Kleusch hat als Schüler bereits mit diesem in Kooperation mit der DTMT entstandenen Schaltkreis gearbeitet. Heute ist er einer der ehemaligen Realschüler, die ihre Ausbildung in dem Mechernicher Unternehmen absolvieren. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Eine erfolgreiche Zusammenarbeit geht in die Verlängerung: Den ersten Vertrag im Rahmen der Initiative KURS (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) hatten die Mechernicher Realschule im Feytal und das ebenfalls in der Garnisonsstadt ansässige Unternehmen Deutsche Mechatronics GmbH (DTMT) bereits 2009 unterzeichnet und damit die bestehende Zusammenarbeit besiegelt. Jetzt wurde die äußerst erfolgreiche Kooperation in der Aula der Realschule offiziell fortgeschrieben.

KURS-Koordinator Wolfgang Schmitz vom Schulamt des Kreises Euskirchen betonte am Rande der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung der Initiative. „Vor dem Hintergrund des demografischen Knicks sowie zunehmend mangelnder Ausbildungsreife von Schulabgängern hat das KURS-Projekt einen wichtigen Stellenwert als Initiative der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben.“ Allerdings, so räumte Schmitz ein: „KURS ist nur der Mörtel, der Schulen und Unternehmen zusammenfügt.“ Letztlich liege es dann alleine an den Kooperationspartnern, ob eine Lernpartnerschaft so erfolgreich verlaufe wie die zwischen der Realschule im Feytal und dem Unternehmen Deutsche Mechatronics, bei denen er das Gefühl habe, „hier wurde zusammengefügt, was zusammen gehört“.

Das bestätigte auch Schulleiter Willy Krause: „Auch die gemeinsame Auswertung mittels spezieller KURS-Bewertungsbögen hat ergeben, dass die Erwartungen beider Partner weit übertroffen wurden.“ Die Kooperation hole „Leben in die Schule“. Der Unterricht könne in den die Zusammenarbeit betreffenden Fächern praxisnaher und so spannender gestaltet werden. Und, nicht zu Letzt: „Die jungen Menschen werden besser auf die Arbeitswelt vorbereitet. Sie erhalten eine realistische Vorstellung von den Chancen, aber auch den Herausforderungen, die in der Ausbildung auf sie warten.“

Wolfgang Deinhard, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Mechatronics nannte die Mechernicher Realschule einen „wertvollen Partner“, der ihnen auch immer wieder vor Augen halte, „wie man an Themen dranbleibt“. Deinhard: „Das ist auch für uns sehr lehrreich.“ Zudem sei es von großer Bedeutung für das Unternehmen, auf diese Art bereits früh mit jungen Menschen in Kontakt zu kommen, die später etwa als Auszubildende oder Fachkräfte für das eigene Unternehmen gewonnen werden könnten.

Gemeinsame Projekte gibt es auf mehreren Ebenen. Hier nur einige Beispiele: Bereits seit einigen Jahren lässt der Lehrer Peter Schick etwa im Wahlpflichtfach Technik „24 Gewinnt“-Spiele aus Metall anfertigen – eine Idee, die gemeinsam mit dem Mechernicher Partnerunternehmen entwickelt wurde. Ebenfalls im Technikunterricht stellen Schüler unter Anleitung von Schick Schlüsselanhänger her, die anschließend bei der DTMT oberflächenbeschichtet werden. Im Kontext dazu findet eine Betriebsführung statt, bei der die industrielle Fertigung erläutert wird. Auch haben Auszubildende der DTMT auf dem Schuldach eine Wetterstation errichtet, die im Unterricht genutzt werden kann. Ebenso, wie regelmäßig Schülerpraktikas in dem Unternehmen stattfinden.

„Aber die Kooperation ist keine Einbahnstraße“, berichtete DTMT-Personalleiter Karl Heinrich Moll. So bestehe etwa schon seit 2010 ein Intensiv-Englischkurs für Mitarbeiter seines Unternehmens, den die Lehrerin Sheryl Bauchwitz leitet, und an dem bereits über 20 DTMT-Fachkräfte teilgenommen haben.

Welche Früchte die Lernpartnerschaft von Schule und der Deutschen Mechatronics ganz konkret trägt, dafür ist Patrick Kleusch ein lebendes Beispiel. Der Mechernicher ist ehemaliger Schüler der Realschule am Veybach und berichtete am Rande der KURS-Fortschreibung: „Ich bin jetzt im dritten Lehrjahr bei der Deutschen Mechatronics.“ Ende des Jahres, ergänzte er, sei seine Ausbildung abgeschlossen und er werde in dem Mechernicher Unternehmen übernommen. Als Patrick Kleusch, der vor Jahren auch als Schülerpraktikant bei der DTMT war, seine Ausbildung begann, war Christoph Lenz dort Ausbildungsleiter. Karl Heinrich Moll berichtete dazu: „Christoph Lenz hat die Leitung der gewerblich-technischen Ausbildung vor einigen Wochen an seinen Stellvertreter Hartmut Haag abgegeben.“ In den vergangenen Jahren, so Moll, habe Christoph Lenz dank seines Engagements entscheidend zum Erfolg der Kooperation beigetragen.

pp/Agentur ProfiPress