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Endspurt in der Brunnenstube

Dorfgemeinschaft um den Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth legt an der Römischen Brunnenstube letzte Hand an – Historisches Bauwerk durch Gitterlösung belüftet – Feierliche Neueröffnung mit „Römerwanderung“ für Anfang Juni geplant

Die Sanierungsarbeiten an der Kallmuther Brunnenstube sind fast abgeschlossen. Michael Schäfer (von links), Robert Olerth, Thomas Tampier und Dirk Fesel legen letzte Hand an. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kallmuth – Die Dorfgemeinschaft um den Kallmuther Ortsvorsteher Robert Ohlerth hat zum Endspurt angesetzt: Noch werden letzte Arbeiten erledigt, und schon Anfang Juni soll die Sanierung der Römischen Brunnenstube am Rande der Mechernicher Ortschaft gefeiert werden.

Die Kallmuther Brunnenstube mit der 1957 rekonstruierten Quelleinfassung „Klausbrunnen“  ist nicht nur eines der beeindruckenden römischen Relikte im Mechernicher Stadtgebiet, sondern auch Bestandteil des Römerkanalwanderweges. „Nachdem uns das Bauwerk im vergangenen Jahr vom Kreis Euskirchen übertragen wurde, war es uns ein großes Anliegen, das recht marode Gebäude so schnell wie möglich zu sanieren“, so der Erste Beigeordnete der Stadt Mechernich, Thomas Hambach.

Möglich wurde die über 60.000 Euro teure Sanierung durch eine Leaderförderung sowie der tatkräftigen Unterstützung der Kallmuther Dorfgemeinschaft. In den vergangenen Monaten wurde das Flachdach gegen eine Zeltdachkonstruktion ersetzt. Teile des nicht belüfteten und damit immer feuchten Gebäudes wurden entfernt und an allen vier Seiten durch eine Gitterwand ersetzt. „So kann das römische Bauwerk jederzeit besichtigt werden und ist gleichzeitig vor Vandalismus geschützt“, freut sich Ortsvorsteher Robert Ohlerth. Das Abstrahlen und Spritzen der Außenwände hat Ralf Heistert fachmännisch übernommen.

Anfang Juni sollen alle Arbeiten, auch die attraktive Neugestaltung des Außenbereichs, abgeschlossen sein. „Dann gibt es ein große Fest“, kündigen Ortsvorsteher Ohlerth und der Vorsitzende des Kallmuther Ortskartells, Dirk Fesel, an. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. „Der Tag soll mit einer „Römerwanderung“ von hier aus zu den römischen Relikten in Vussem und Eisefey und zurück beginnen“, verrät Ohlerth. Zur Stärkung, ergänzt Fesel, soll es dann an der Brunnenstube frische Reibekuchen geben. Dabei sein soll auch der Kallmuther Musikverein, ebenso wie Vertreter der Bodendenkmalbehörde, der beteiligten Baufirmen oder der Fördergeber, unter anderem der Initiative „RWE Aktiv vor Ort“, die die Sanierungsarbeiten mit 2000 Euro unterstützt hat. Nicht zu vergessen natürlich die Mechernicher Stadtverwaltung, die das Projekt auf den Weg gebracht und die Abwicklung und Betreuung über den bauleitenden Ingenieur Christof Marx maßgeblich getragen hat.

pp/Agentur ProfiPress