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Ein System für alle Fahrten

Neues System kombiniert positive Merkmale von TaxiBusPlus und Anruf-Sammel-Taxi – Erfolgreiches Pilotprojekt soll auf Kall übertragen werden – Umstellung für Fahrplanwechsel im kommenden Dezember geplant

Kall – Als Ergänzung zu Bus und Bahn sind in Kall der TaxiBusPlus und das Anruf-Sammel-Taxi (AST) unterwegs. Jetzt sollen beide Angebote zum verständlichen und nutzerfreundlichen „neuen“ TaxiBusPlus zusammengeführt werden – denn ein entsprechendes Pilotprojekt in Hellenthal und Schleiden stieß auf Zustimmung bei den Fahrgästen.

Der neue TaxiBusPlus soll die positiven Merkmale der beiden Systeme miteinander kombinieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Fahrgäste von der Haltestelle bis zur Haustür gebracht werden (vorher TaxiBusPlus: Haltestelle zu Haltestelle). Der Zuschlag zum normalen Ticketpreis soll künftig 1,20 Euro für Erwachsene und 50 Cent für Kinder betragen (bisher TaxiBusPlus: ein Euro/50 Cent; AST: 3,80 Euro/2,80 Euro).

Eine Fahrt muss mindestens eine halbe Stunde vorher angekündigt werden (bisher eine Stunde früher beim Anruf-Sammel-Taxi). Gleichzeitig soll der Fahrplan übersichtlicher und an einem Linienweg orientiert werden. Das bisherige Betriebszeitfenster des TaxiBusPlus, das weitgehend am Standard des Nahverkehrsplans ausgerichtet ist, soll an die Bedienungszeiten des Anruf-Sammel-Taxis angepasst werden, also auch Abendstunden sowie Sonn- und Feiertage abdecken.

Der neue TaxiBusPlus soll die positiven Merkmale der beiden Systeme miteinander kombinieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Fahrgäste von der Haltestelle bis zur Haustür gebracht werden (vorher TaxiBusPlus: Haltestelle zu Haltestelle).  Foto: Henri Cartier-Bresson/pp/Profipress
Der neue TaxiBusPlus soll die positiven Merkmale der beiden Systeme miteinander kombinieren. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Fahrgäste von der Haltestelle bis zur Haustür gebracht werden. Foto: Henri Cartier-Bresson/pp/Profipress

Als Pilotprojekt des Kreises Euskirchen wurde das kombinierte System zwei Jahre lang in Hellenthal und Schleiden getestet. Die Rückmeldungen aus beiden Kommunen waren positiv, es wurden sogar mehr Fahrgäste gezählt (plus elf Prozent). Deshalb möchte man das Konzept nun auch auf die anderen Kommunen im Kreis Euskirchen übertragen.

Den Anfang soll die Gemeinde Kall machen. Dem stimmte jetzt auch der Planungsausschuss zu. Angestrebt ist die Umstellung zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember. Bisher zahlt die Gemeinde rund 192.300 Euro für den Anteil an der Umlage des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und etwa 12.000 Euro für das Anruf-Sammel-Taxi. Durch Mindereinnahmen und Mehrkosten mit dem neuen Modell des TaxiBusPlus kämen in Zukunft voraussichtlich etwa 3.000 Euro höhere Kosten auf Kall zu.

um das System auch in den anderen Kommunen im Kreisgebiet einzuführen, wird Anfang Juli ein entsprechender Grundsatzbeschluss des Kreises Euskirchen erwartet. Erste Überlegungen gibt es bereits für Bad Münstereifel, Weilerswist und Mechernich.

pp/Agentur ProfiPress