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Der “Communio in Christo”
nahe stehender Priester
wird Bischof in Polen
Priesterseminar Radom wurde mit Mitteln aus Mechernich errichtet – Noch nicht anerkannte Ordensgemeinschaft mit umfangreichem Sozialwerk in der Bistumsregion Eifel

Mechernich – Mit dem 52-jährigen Pfarrer Waclaw Depo hat Papst Benedikt XVI. am 5. August einen der kirchlich noch nicht anerkannten, aber tolerierten Ordensgemeinschaft “Communio in Christo” in Mechernich verbundenen Geistlichen zum Bischof ernannt. Pfarrer Depo ist seit 1990 Rektor des Priesterseminars der polnischen Diözese Radom, das schon seit 1988 in der Aufbauphase mit Mitteln der “Communio in Christo” von Mechernich aus unterstützt wird.
Das 1991 von Papst Johannes Paul II. eingeweihte Priesterseminar beherbergt heute rund 150 Seminaristen und veranstaltet an den Wochenenden Katechesekurse, an denen bis zu 1000 Laien gleichzeitig teilnehmen. 35 emeritierte Priester verbringen am Seminar ihren Ruhestand. Ohne die Unterstützung aus Mechernich, so der Erbauer des Priesterseminars Radom, Bischof Edward Materski, gebe es die Einrichtung überhaupt nicht.
Wie Schwester Lidwina von der “Communio in Christo” in Mechernich mitteilte, wird Bischof Waclaw Depo, der sich schon wiederholt im Mechernicher Mutterhaus aufgehalten hat, Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Ortsbischofs der Diözese Zamosc-Lubaczow. Pfarrer Depo ist Absolvent der Katholischen Universität in Lublin (KUL), Doktor der Theologie und Fachmann für Dogmatik. Er wurde 1978 zum Priester geweiht. Die Bischofsweihe in der Kathedrale von Zamosc ist für den 9. September vorgesehen.
Viele Priester der Diözese Radom sind Mitglieder der Communio in Christo mit Hauptsitz in Mechernich. Der jetzige Generalvikar, Prälat Stanislaw Pindera, schloss sich bereits im März 1987 durch Gelübde der Communio in Christo, an. Auch Bischof Materski, der Erbauer des Priesterseminars Radom, steht der Communio sehr nahe. Er weihte alle Pflegeeinrichtungen des Sozialwerks der “Communio in Christo” in Mechernich ein und stand auch dem Begräbnis der Gründerin Mutter Marie Therese vor.
Die “Communio in Christo” unterhält in der Eifel ein umfangreiches Sozialwerk, unter anderem die Seniorenpflegeeinrichtung “Haus Effata” in Blankenheim mit 68 Plätzen, die Langzeitpflegeeinrichtung “Communio in Christo” mit 153 Plätzen und das Hospiz “Stella Maris” mit zwölf Plätzen. Betreut und gepflegt werden Menschen mit schwersten Krankheitsbildern, unter anderem Koma- und Wachkomapatienten, beatmungspflichtige Patienten, Aids- und MRSA-Infizierte, Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen, Chorea-Huntington-Patienten.
pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

18.08.2006