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Ein Greenhorn als Schock-Aus-König

Ein Greenhorn als Schock-Aus-König
Robert Stäpp aus Erftstadt Überraschungssieger bei der 36. Schockermeisterschaft – An acht Spieltischen wurde im Kommerner “Stollen” geknobelt
Kommern – Er kam, sah und siegte. Der Erfolg von Robert Stäpp aus Erftstadt-Bliesheim bei der 36. Schockermeisterschaft in der Gaststätte “Stollen” in Kommern lässt sich nur mit der Abwandlung des Julius Cäsar-Zitates (“Ich kam, sah…”) erklären. Denn der 85-jährige war bis zum Vorabend der Meisterschaft ein absolutes “Greenhorn” des Würfelspiels gewesen. Mit ein paar Freunden hatte Stäpp in seiner Stammkneipe, der Gaststätte Kronenberg in Vollem, am Freitagabend trainiert – und war dann ganz locker in Kommern bei der Meisterschaft angetreten.
Das Intensivtraining zahlte sich beim Turnier aus: Abends bei der Siegerehrung konnte Robert Stäpp als ältester Teilnehmer des Turniers aus den Händen von Landrat Günter Rosenke den Pokal des “Schock-aus-Königs” entgegennehmen. Der Überraschungssieger aus dem Rhein-Erft-Kreis hatte nah am Wasser gebaut, als ihm der Landrat als Schirmherr der Meisterschaft den Pokal überreichte.
Seinen Kumpels Harry Stümper und Uwe Reifferscheid, die Stäpp am Vorabend das Schocken beigebracht hatten, hatte der Sieger keine Chance gelassen: Das Duo hatte in den drei Durchgängen jeweils nur 13 Mal Schocks geworfen, während ihr “Lehrling” es auf satte 24 gebracht hatte. Schock-aus-König Robert Stäpp gab den beiden als “Trost” einen Rat mit auf den Weg: “Ihr mööt mieh übe”.
Die Meisterschaft um den “Farmers Cup”, den Bauern-Pokal, ging traditionsgemäß über drei Durchgänge mit je 15 Spielen, wobei der Königswurf “Schock aus” das größte Ziel war. Für jeden Volltreffer bekamen die Würfelartisten jeweils zwei Sonderpunkte zur normalen Spielwertung. Die Turnierleitung lag bei Reiner Züll und Kommerns Ortsvorsteher Johannes Ley. Beide hatten alle Hände voll zu tun, die Spiellisten auszurechnen und ins Computerprogramm einzugeben.
Gesamtsiegerin und Gewinnerin des “Farmers Cup” wurde Dagmar Freyer aus Zülpich, die es in drei Durchgängen auf 170 Punkte brachte. Diese hohe Punktzahl bescherte ihr auch die Pokale für die höchste Einzelwertung und als beste Dame.
Platz zwei belegte Christoph Schmitz aus Gemünd (167 Punkte) vor Mark Wensing aus Kommern mit 163 Zählern. Neuling Robert Stäpp, der den Landrat-Pokal als “Schock-aus-König” gewonnen hatte, brachte es in der Meisterschaftswertung mit 140 Punkten immerhin auf Rang neun. Als bester der bisherigen 35 Turniersieger gewann Frank Reuter den Pokal der Ex-Gewinner. Der Schlusslicht-Pokal ging an Christine Stüsser aus Zülpich, sie hatte nur 110 Punkte geschafft.
Das Teilnehmerverzeichnis der 36. Schockermeisterschaft war bunt gemischt: An acht Spieltischen ließen Spieler aus Kommern, Mechernich, Zülpich, Erftstadt, Gemünd, Bad Münstereifel, Rißdorf, Voissel, Vollem, Golbach, Kallmuth, Firmenich und Kall die Würfel tanzen.
pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

14.12.2011