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Die Schönsten kommen aus Köln

Die Schönsten kommen aus Köln
FIRMENICH. Entweder ein Gesicht ist hübsch und ausdrucksstark – oder es ist es eben nicht. Und auch wenn für die Suche nach dem “Gesicht des Jahres 2006” in der Firmenicher Disco “Ton-Fabrik” in der Zikkurat aufwändiges Equipment aufgefahren und eingesetzt wurde – mit dicker Schminke den Kandidaten eine “Maske” zu verpassen und damit das Aussehen komplett zu verändern, mag im Karneval vielleicht das Non-Plus-Ultra sein, war beim Casting aber überhaupt nicht gefragt.
Daher waren Ziel und Aufgabe der Stylistinnen um die Holleratherin Britta Franzen, den Kandidaten ein natürliches und fotogenes Make-up zu verpassen. Denn auch wenn das Casting mit der Suche nach dem “Gesicht” des Jahres überschrieben war, stand der “Typ” im Mittelpunkt – das gesamte Erscheinungsbild musste stimmen. Die mehrfach preisgekrönte Frisörin war mit einem kompletten Team in Firmenich angerückt, zu dem neben Anja Steffens, die ebenfalls schon mehrere Preise eingeheimst hat, auch die Assistentinnen Anna und Katharina Rauw gehörten.
80 wollten
antreten
Auch wenn in der Ton-Fabrik nicht selten Hochbetrieb herrscht – einen Andrang wie zum Casting, das die Hürther Agentur “Casting Concept – Faces in Motion” durchführte, gibt es dort nicht alle Tage. 80 der mehreren Tausend Besucher der Ton-Fabrik wollten zum Casting antreten. Diese Anzahl hätte den Rahmen allerdings gesprengt. 37 Kandidaten – 23 Damen und 14 Herren im Alter von 18 bis 30 Jahren – wurden im Vorfeld ausgewählt, um sich zu den Stylistinnen, Fotografen und der Jury zu begeben. Bevor sich Britta Franzen und ihre Kolleginnen die Teilnehmer “vorknöpften”, wurden diese ein erstes Mal vom Euskirchener Profi-Fotograf Hermann Verbeek abgelichtet, um auch den “Vorher-Nachher-Effekt” zu dokumentieren. Nach dem Styling traten sie wieder vor der Kamera an.
Anhand der Fotos traf die vierköpfige Jury – bestehend aus zwei Profis der Hürther Casting-Agentur und zwei Vertreter des Publikums der Ton-Fabrik – eine Vorauswahl. Die nach Ansicht der Jury zehn schönsten Kandidaten durften vor dem Publikum “in Reih und Glied” antreten.
Auch wenn die meisten Kandidaten aus der Eifel und der Zülpicher Börde in die Firmenicher Disco kamen: Das Rennen machte ein Kölner Geschwisterpaar. Es war bereits früher Sonntagmorgen, als Moderator Christian Oberfuchshuber das Ergebnis der Jury bekannt gab: Die 20-jährige Roxana und ihr 25-jähriger Bruder Christian – übrigens Stammgäste in der Eifeler Disco – waren nach Ansicht der Jury an dem Abend die Schönsten.
Castings alle
zwei Monate
Auch die beiden Zweitplatzierten – Stephanie Jentges aus Blankenheim und Mehmet “Meco” Kajovic aus Bad Münstereifel – missgönnten den Geschwistern den Sieg nicht. Für die Sieger der ersten Runde des “Fame Award” gab es zunächst eine Magnum-Pulle französischen Champagner und die Qualifikation für die Endausscheidung im Herbst. Den meisten Teilnehmern ging es nach eigenen Angaben nicht unbegingt um den Sieg oder das edle Getränk. Wichtiger waren ihnen die Teilnahme an sich, die Erfahrung des professionellen Ambientes und die Profi-Fotos von Hermann Verbeek. Außerdem haben alle die Chance, von der Agentur Casting Concept für Fernsehproduktionen entdeckt zu werden. Für Sendungen wie “Das perfekte Dinner”, “Avenzio” oder “Zimmer Frei” ist die Agentur nach Angaben von Björn Esser, Leiter der Abteilung “Casting / Eventmanagement”, ständig auf der Suche nach frischen Gesichtern. Dabei sei nicht immer entscheidend, ob jemand über einen supertollen Körper oder ein perfektes Gesicht verfügt – es kommt auf den gesamten Typ an.
Aufgrund der Resonanz und des professionellen Ablaufs sind weiteren Veranstaltungen in der Zikkurat “Tür und Tor” geöffnet. Wie Stefan Schwanke, einer der Ton-Fabrik-Geschäftsführer, sagte, könne er sich gut vorstellen, dass alle zwei Monate weitere Castings für den “Fame Award” stattfinden. Im Herbst werden endgültig die Sieger gekürt. Und denen winken neben der Flasche Schampus Set-Cards für Foto-Shootings und eine Reise nach Ibiza.

Manfred Lang

26.01.2006