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Die “Ich-kann-was-Show”

Die “Ich-kann-was-Show”

Zweimal im Jahr führen sich die Satzveyer Grundschüler gegen­seitig was vor – Und lernen gleichzeitig Unbefangenheit und Tole­ranz
Mechernich-Satzvey – Der eine kann gut Geschichten erzählen, die andere schön Flöte spielen. Drei tun sich zusammen und führen einen Sketch auf, sieben haben sich zusammengetan und einen Rei­gentanz einstudiert. Und alle zusammen treten auf bei der “Ich-kann-was-Show” der Grundschule Satzvey.
Es gibt weder eine Beschränkung, was die Art der Begabung angeht, noch ein Mindestkriterium an Professionalität oder künstlerischem Wert, das man erfüllen müsste. Die Show, deren zehnte Auflage jetzt in der Aula der Grundschule stattfand, ist das Podium für Darbietungen aller Art.
Und zwar vor großem Publikum, denn der Rest der Schule schaut zu. Das trägt zur gegenseitigen Toleranz und Freundlichkeit bei – denn jeder Beitrag wird mit donnerndem Applaus bedacht. Das wie­derum nimmt den jungen Akteuren gleichzeitig die Furcht, aufzu­treten und sich womöglich vor großem Publikum zu blamieren.
Schulleiter Michael Kaiser will mit der “Ich-kann-was-Show” auch Kinder, die nicht gerade vom Schulerfolg verwöhnt sind, “ins Rampenlicht” holen. Kaiser: “Jeder, der will, soll mal im Mittel­punkt sein dürfen und Applaus erhalten.” Oft finden sich “Pänz” mit verwandten Interessen und werden Freunde oder stellen für die nächste “Ich-kann-was-Show” gemeinsam etwas auf die Beine.
Die Show lief bei ihrem zehnten Mal für den unbedarften Zuschauer jedenfalls ziemlich professionell ab. Die Kinder selbst moderie­ren, sagen an und sorgen auch für Musik im Hintergrund. Die Stim­mung während der auf 60 Minuten begrenzten Veranstaltung schien jedenfalls bestens zu sein. Jeder, der auftrat, genoss hörbar und sichtbar die Anerkennung seiner Mitschüler.
pp/Agentur ProfiPress

Manfred Lang

12.06.2006