Botschafter der Nächstenliebe

Communio-Priester Innocent Baba Abagoami CSSp (50) aus der Schweiz auf Besuch im Mechernicher Mutterhaus

Mechernich/Vouvry – Wegen der Corona-Pandemie hatte Communio-Priester Innocent Baba Abagoami CSSp nicht an den Trauer- und Auferstehungsfeierlichkeiten für den verstorbenen Generalsuperior Karl-Heinz Haus teilnehmen können. Ende April holte der 50-Jährige gebürtige Ghanaer jetzt seinen Kondolenzbesuch bei der Kommunität des Ordo Communionis in Christo im Mechernicher Mutterhaus nach.

Dazu reiste er aus dem Pfarrverbund im schweizerischen Vouvry (Bezirk Monthey) im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis an, in dem er als Teil eines vierköpfigen Seelsorgeteams wirkt zusammen mit anderen Angehörigen der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist unter dem Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens. Seine Kongregation wird kurz „Spiritaner“ genannt, lateinisch Congregatio Sancti Spiritus (CSSp).

Der 1972 als ältestes von fünf Kindern von Richard Abagoami und Felicia Apagrah geborene Geistliche kam vor einigen Jahren durch Father Jonas Seke aus Benin mit der Communio in Kontakt, deren Gemeinschaftstheologie die eigene Idealvorstellung von christlichem Leben widerspiegelt. Innocent Baba Abagoami: „Die Communio in Christo unterstreicht die Gemeinschaft von Gleichgesinnten und verlangt von jedem Mitglied, die Kirche Christi mit aufzubauen.“

Vor dem Bildnis der Gründerin Mutter Marie Therese und mit einer Fotografie des unlängst verstorbenen Generalsuperior Karl-Heinz Haus in Händen: P. Innocent Baba Abagoami CSSp (50) mit Schwester Lidwina und Pater Rudolf Ammann ISch. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Instrument für das Gute

Der in der Schweiz wirkende Seelsorger sagte bei seinem Besuch im Mutterhaus, er habe von Mutter Marie Therese sechs Werte für sein tägliches pastorales Leben übernommen, die positive Einstellung zur Freude, Freundschaft füreinander in Gemeinschaft, die gegenseitige Bereitschaft, die Schwächen des anderen zu ertragen, die Fähigkeit, gut von den anderen in der Gemeinschaft zu denken, die Fähigkeit, alle Errungenschaften Gott zuzuschreiben und die Gelübde als Instrumente für das Gute zu nehmen.

Nach seiner Priesterweihe im Jahr 2007 arbeitete Pfarrer Abagoami in Algerien, Benin und der Schweiz: „Ich habe auch einige Studien über den Islam in Ägypten und Entwicklungsstudien in Ghana absolviert. Derzeit mache ich ein Doktorandenprogramm in Mediation und Konfliktlösung“, sagte der Spiritaner in einem Gespräch mit Schwester Lidwina, dem Spiritual Pater Rudolf Ammann und Diakon Manfred Lang.

2016 legte Father Innocent das Gelübde der Nächstenliebe ab und wurde Mitglied der Communio. Über seine Erfahrungen sagte er im Gespräch: „Es steckt Ansteckungspotential im positiven Sinne in den Texten und Botschaften von Mutter Marie Therese!“

Seine persönliche „Ansteckung“ habe ihn zu einem Botschafter der Communio in Christo werden lassen, so Pfarrer Abagoami: „Ich lebe und arbeite inmitten einer Gruppe von Seminaristen und jungen Laien an meinem Arbeitsplatz. Diese sind auch potenzielle Mitglieder der Communio, weil ich ihnen das Evangelium der Nächstenliebe erzähle. Und da der Herr die Herzen der Menschen berührt, wird er sicherlich einige Herzen durch die Botschaft von Mutter Marie Therese berühren.“

pp/Agentur ProfiPress