Bestnoten für Mechernicher KGS

Katholische Grundschule Mechernich durchlief als erste Grundschule im Stadtgebiet die  „Qualitätsanalyse“ der Bezirksregierung – Hervorragende Ergebnisse in allen Bereichen – Schulleiterin ist stolz auf ihr Team und betont gleichzeitig gute Zusammenarbeit mit übrigen Mechernicher Grundschulen 

Kein Wunder, dass die Pänz sich hier wohlfühlen: Gerade erst hat die KGS Mechernich bei der vom Land NRW initiierten Qualitätsanalyse der Bezirksregierung beste Bewertungen eingeheimst. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Als erste Grundschule im Stadtgebiet wurde die Mechernicher Katholische Grundschule von der Bezirksregierung Köln im Rahmen einer so genannten Qualitätsanalyse auf Herz und Nieren geprüft. Und das mit einem Traumergebnis: 18 von 25 untersuchten Bereichen wurden von den Prüfern mit der Bestnote „vorbildlich“ bewertet, die übrigen sieben Themenfelder mit der zweitbesten (von vier) Beurteilung.

Schulleiterin Rita Gerdemann freut sich zwar über das Ergebnis und die Bestätigung der Arbeit des Lehrerkollegiums, ist sich aber sicher, „dass die übrigen Grundschulen im Stadtgebiet ebenso gut abschneiden werden“. Es gebe, so Gerdemann weiter, keinerlei Konkurrenz der Grundschulen in Mechernich, Kommern, Lückerath und Satzvey untereinander. Vielmehr arbeite man sehr gut und eng zusammen. So informiere etwa der Kommerner Schulleiter Willy Gemünd alle anderen Kollegen, wenn er kraft seiner Ämter in landesweiten oder regionalen Gremien Infos beispielsweise zu besonders interessanten Lehrerfortbildungen erhalte.

Auch die von der Landesregierung initiierte Qualitätsanalyse diene nicht dazu, Konkurrenz aufzubauen oder ein „Ranking“ der Schulen zu erstellen. Gerdemann: „Vielmehr geht es darum, den Schulen selbst eine Orientierungshilfe zu bieten, anhand derer wir einschätzen können, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten können.“

Allerdings, so ergänzt die Mechernicher Schulleiterin schmunzelnd, sei das Ganze schon ein enormer Aufwand gewesen. Nach der Ankündigung der Inspektion galt es, alle möglichen Dokumente und Informationen zusammenzustellen und der Bezirksregierung zur Verfügung zu stellen. „Es war toll zu erleben, dass von dem Zeitpunkt an sofort das ganze Kollegium »Gewehr bei Fuß« stand und mitgeholfen hat“, so Gerdemann.

Insgesamt sechs Aktenordner waren es, die die Mechernicher schließlich in die Kölner Bezirksregierung brachten. Doch damit nicht genug: Die Daten mussten zusätzlich auch in digitaler Form eingereicht werden. „Darum hat sich zum Glück Herr Müller gekümmert – das hätte ich gar nicht geschafft“, dankt Gerdemann ihrem Stellvertreter Michael Müller.

Doch was war das alles, was die Schule belegen sollte? „Eigentlich alles, was mit dem Schulleben zu tun hat“, sagt Gerdemann. Neben den Infos zum aktuellen Unterricht wie etwa Stundenpläne, Klassenlisten sowie das Leistungsbewertungs- und Vertretungskonzept waren das auch beispielsweise die Protokolle der Konferenzen der vergangenen Jahre inklusive der Evaluation umgesetzter Beschlüsse, der Stellenplan und die Fortbildungsaktivitäten, der Geschäftsverteilungs- und Haushaltsplan, die Feedback-Kultur mit Schülern und Eltern, sowie das Förderkonzept und die Fortschreibung des Schulprogramms.

Im Juni folgte dann eine dreitägige Visitation zweier Mitarbeiter der Bezirksregierung an der Schule. Dabei, so berichtete Gerdemann, wurden nicht nur Gebäude und Schulhof besichtigt sowie der Unterricht mit verfolgt. Auch anhand von Interviews mit Schülern, Eltern, Lehrern, Hausmeister, Sekretärin und natürlich der Schulleitung haben die Prüfer sich ein umfassendes Bild vom Schulalltag und –klima verschafft. Besonders begeistert waren sie unter anderem von dem vielen Platz, den die Schüler hier zur Verfügung haben. Gerdemann: „Schulen in Köln etwa haben natürlich nicht die Möglichkeiten wie wir hier mit vier teils sehr großen Schulhöfen.“ Und wo sahen die Prüfer noch Potenzial zur Optimierung? Rita Gerdemann lacht. „Unser Unterricht ist beispielsweise besser, als wir behaupten.“ Denn im Unterricht hätten die Mitarbeiter der Bezirksregierung deutlich erlebt, dass die Pädagogen anstatt fächer- kompetenzorientiert, also genau auf ihre Schüler abgestimmt, arbeiteten. Die offiziellen, schriftlichen Arbeitspläne aber brächten das nicht in dem Maße zum Ausdruck, wie es tatsächlich praktiziert würde.

Die guten Bewertungen in allen Bereichen hätten auch dazu geführt, dass das Lehrerkollegium noch motivierter arbeite und neue Ideen entwickle, freut sich die Schulleiterin: „Das Ergebnis war auch ein Signal an die Kollegen, dass die gute Arbeit, die sie machen auch erkannt und gesehen wird.“

pp/Agentur ProfiPress