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92-Jährige aus Vorstand verabschiedet

Sibille Sennerich, die „Grand Dame“ des Roten Kreuzes am Bleiberg, wurde nach über 50 Jahren aktiver Ehrenarbeit vom Vorsitzenden Rolf Klöcker verabschiedet

Mechernich – Eine besondere Ehrung bekam Sibille Sennerich, die „Grand Dame“ des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich, vor Weihnachten. Ortsvereinsvorsitzender und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker verabschiedete die 92-Jährige mit Geschenk und Urkunde nach über einem halben Jahrhundert aktiver Rotkreuz-Ehrenarbeit aus dem Mechernicher DRK-Vorstand.

Der 93jährige langjährige Schatzmeister Johann Beul, der ebenso lange im Vorstand tätig war, wurde unlängst sowohl vom Ortsverein, als auch in der Kreisdelegiertenversammlung des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen geehrt und verabschiedet. Sibille Sennerich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an solchen öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Deshalb besuchten Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker und sein Stellvertreter Manfred Lang sie zu Hause.

Ortsvereinsvorsitzender und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker verabschiedete die 92-Jährige Sibille Sennerich mit Geschenk und Urkunde nach über einem halben Jahrhundert aktiver Rotkreuz-Ehrenarbeit aus dem Mechernicher Rotkreuz-Vorstand. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Ortsvereinsvorsitzender und Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker verabschiedete die 92-Jährige Sibille Sennerich mit Geschenk und Urkunde nach über einem halben Jahrhundert aktiver Rotkreuz-Ehrenarbeit aus dem Mechernicher Rotkreuz-Vorstand. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Sibille Sennerich war 1968 gemeinsam mit ihrem Mann Josef, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Mechernich, ins Rote Kreuz eingetreten. Sie erinnert sich noch genau an ihren ersten Sanitätslehrgang bei dem Bleibuirer Arzt Dr. Paul Hissen, zu dem sie auf Vermittlung des Mechernicher Arztehepaars Thera kam, für das sie zehn Jahre arbeitete. Den zweiten Sanitätslehrgang habe sie bei Willi Wambach, dem damaligen Leiter des Katastrophenschutzes, absolviert.

Ganze Familie im DRK

Sibille Sennerich engagierte sich in der Sanitätsbereitschaft, im Vorstand, vor allem aber 45 Jahre lang als „Chefin“ der Blutspende in Mechernich und Kommern, bei der medizinischen Versorgung der Spender zusätzlich auch in Firmenich. Auch ihr Mann Josef betätigte sich in der Anmeldung und Registrierung der Blutspende-Termine. Tochter Magdalene ging ins Jugendrotkreuz und wurde später im Katastrophenschutzzug eingesetzt, ebenso Sohn Harry. Sibille Sennerich beim Besuch des Vorsitzenden: „Unsere ganze Familie war Rotkreuz-infiziert!“

Im Lauf der Jahrzehnte wurden Sibille Sennerich mannigfache Auszeichnungen zuteil, unter anderem die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes, die Berni-Müller-Verdiensturkunde und die Ehrenmitgliedschaft. Die geistig rege Rotkreuz-Dame nimmt noch immer lebhaften Anteil an den Geschehnissen in der Welt und auch in „ihrem“ Rotkreuz-Ortsverein. Rolf Klöcker und Manni Lang sagte sie im Angesicht der vorweihnachtlichen Ehrung: „Datt wör doch net nüedisch jewäeß…“

pp/Agentur ProfiPress