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250000 Euro für Lärmschutz am Parkhaus

250000 Euro für Lärmschutz am Parkhaus
Mechernich – Über 15 Jahre lang war ein Parkhaus für Mechernich in der Diskussion. Weniger als ein Jahr hat jetzt der Bau gedauert. Das Parkhaus am Kreiskrankenhaus mit Stellplätzen für 358 Autos steht kurz vor der Vollendung. Bereits Ende Februar, so sagte Bauherr Dr. Hans Rossels von der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH jetzt dem “Kölner Stadt-Anzeiger”, soll das Parkhaus seinen Betrieb aufnehmen.
Das Parken soll 70 Cent pro Stunde kosten, so Rossels. Das sind 20 Cent mehr als bei einem ebenerdiger Parkplatz im Krankenhausbereich. Ursprünglich waren 60 Cent pro Stunde geplant, aber dann habe man sich dazu entschieden, die schärferen Lärmschutzrichtlinien für gewerbliche Parkhäuser anzuwenden – obwohl es sich um ein von der Stadt Mechernich genehmigtes öffentlich-rechtliches Krankenhaus handelt.
Zwölf Meter hoch
Das zog den Bau einer 60 Meter langen, zwölf Meter hohen und 250 000 Euro teuren gläsernen Lärmschutzwand nach sich. Der Parkhausbau sei von der Stadtverwaltung auf eine “ausgesprochen kooperative Art und Weise begleitet worden”, sagte Rossels. Der Krankenhausdirektor lobte die Zusammenarbeit mit Bürgermeister, Rat und Verwaltung ganz ausdrücklich.
Nach Fertigstellung des Parkhauses wird es im Krankenhausbereich Stellplätze für 588 Autos geben: 358 im neuen Parkhaus, 160 auf dem bestehenden Mitarbeiter-Parkplatz, 40 auf einem Parkplatz, der am Standort der alten Wäscherei eingerichtet werden soll, und 30 auf einem weiteren kleineren Mitarbeiter-Parkplatz. Damit wird die Parkraumsituation im Kernort weiter verbessert.
Attraktivität stärken
Denn auch in der Bahnstraße, auf mehreren Plätzen in der Mechernicher City und auf dem Nyonsplatz in der Nähe des Schulzentrums verfügt die Stadt über Parkraum. Der Stadtrat hat sich bereits vor Jahren grundsätzlich entschieden, die innerstädtischen Parkplätze nicht mit Gebühren zu belasten und dadurch die Attraktivität Mechernichs als Einkaufsstadt zu stärken.
Damit kein Lärm die Kreiskrankenhaus-Patienten stört, wird die Schutzwand zwischen Park- und Krankenhaus errichtet. Gutachter sind der Meinung, dass der maximale Lärmpegel nur sehr selten erreicht werden wird, vermutlich nur bei Starts und Landungen des Rettungshubschraubers.
Der Hubschrauberlandeplatz befindet sich auf dem Dach des Parkhauses. Die Plattform überragt die Grundfläche des Hauses auf der Krankenhausseite. Der mit speziellen Fangseilen gesicherte Landeplatz wurde vom Land Nordrhein-Westfalen mit 600 000 Euro gefördert. Die Baukosten bezifferte Dr. Hans Rossels auf 3 050 000 Euro. Diese Investition will und muss der Klinikdirektor durch die Parkhausgebühren erwirtschaften.
Am 1. Juli soll am Mechernicher Kreiskrankenhaus mit dem Bau eines Ärztehauses begonnen werden. In den auf vier Millionen Euro taxierten Neubau sollen in etwa anderthalb bis zwei Jahren eine Apotheke, ein Sanitäts- und Reformhaus sowie ein Orthopädie-Fachgeschäft und sieben Arztpraxen einziehen. “Bis auf eine sind alle Praxen bereits vergeben”, sagte Dr. Hans Rossels. Größtenteils handele es sich um Umsiedlungen ortsansässiger Ärzte, aber es seien auch in Mechernich neue Fachärzte vorgesehen. Bauherrin und Eigentümerin des Ärztehauses bleibt die Kreiskrankenhaus GmbH. Generalmieter wird das Apotheker-Ehepaar Dr. Peter Schweikert und Dr. Kristin Wehner. Ihnen ist zudem eine Option eingeräumt worden, das Haus nach 15 Jahren von der Kreiskrankenhaus GmbH käuflich zu erwerben. (ksta)

Manfred Lang

18.01.2006